Theateraufführung „Sommergäste“ am 9. und 10. Juni 2026

Plötzlich war er da: Der Moment, auf den wir ein ganzes Jahr lang hingearbeitet haben. Mit jeder Woche, die wir diesem Moment näherkamen, stieg unsere Aufregung, aber vor allem unsere Vorfreude. Wir alle waren durch dieses unvergessliche Gefühl verbunden: Gleich werden wir voller Energie auf die Bühne gehen und diesen einzigartigen Moment einfach nur genießen…

Von dem einen auf den anderen Tag nach den Sommerferien saßen wir in der Aula mit dem Stück „Sommergäste“ von Maxim Gorki in unseren Händen. Wir als DS-Kurs waren plötzlich eine Gruppe, die zusammenhalten musste. Zwischen so unfassbar lustigen DS-Stunden, in denen wir uns unser Lachen während der Szenen manchmal kaum verkneifen konnten, sehr intensiven Ganztagsproben und dem Plakate-Aufhängen sind wir als Gruppe wohl mehr zusammengewachsen, als wir uns anfangs vorstellen konnten.

Und obwohl wir uns zwischenzeitlich ziemlich herausgefordert sahen, die verzweigte Handlung des Stücks verständlich auf die Bühne zu bringen, sind wir über uns hinauswachsen und haben uns Dinge getraut, die wir anfangs für unmöglich hielten. Auch das Körpertheater stellte zu Beginn eine Herausforderung für uns dar, doch mit der Zeit fiel es uns immer leichter und wir fanden vor allem Spaß daran, die Bühne so zum Leben zu erwecken. Auch wenn wir in dem letzten Jahr viel lernen und üben mussten, hat es sich am Ende gelohnt, das Publikum mit unserem Körpertheater zu berühren.

Eine Gruppe gebildeter Urlauber mit gutem Einkommen verbringt den Sommer auf dem Land und versucht die aufkommende Langeweile mit intensiven Gesprächen und viel Alkohol zu verdrängen.
„Wir sind Sommergäste in unserem Land. Wir tun nichts und reden entsetzlich viel“, beschreibt Warwara die Lage, in der sich die Urlauber befinden. Sie alle fühlen sich einsam, müde und leer: Sie reden, streiten und träumen sich in ihre eigenen Gedankenwelten, setzen allerdings keine Aktionen.

Übrigens war es nicht nur für uns unglaublich lustig, das Picknick für unser Plakat im Bäkepark nachzustellen, sondern auch für die Leute, die an uns vorbeigelaufen sind :).

Vor allem während unseren Ganztagsproben wurde uns immer deutlicher bewusst, dass das hier einmalig ist: Die Erinnerungen, die wir gemeinsam machten. Und so wussten wir, dass wir neben der sehr intensiven Probenzeit vor allem eins tun müssen: Die Zeit genießen.

Zum Schluss nochmal ein herzliches Dankeschön an Herrn Herborn, die Bütec, alle Mitwirkenden, und an euch, liebes Publikum. Ohne euch wäre dieser unvergessliche und aufregende Abend nicht möglich gewesen!

Lisa Collina (Q2)

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