Wie sieht eine Lunge eigentlich von innen aus? Und warum können wir mit unseren Lungen so effizient Sauerstoff aufnehmen? Diesen Fragen ging die 8.4 in einer besonderen Biologiestunde auf den Grund: Bei einer Lungenpräparation konnten die Schüler*innen den Aufbau der Lunge einmal ganz unmittelbar entdecken.
Zu Beginn war bei einigen die Skepsis und der Ekel durchaus groß. Eine echte Lunge in den Händen zu halten und genauer zu untersuchen, war für viele eine ungewohnte Vorstellung. Doch die Neugierde überwog schnell. In kleinen Gruppen erhielten die Schüler*innen jeweils einen Lungenlappen und konnten dessen Aufbau selbstständig erkunden. Dabei lernten sie unter anderem die verschiedenen Bereiche der Lunge kennen und konnten ihre im Unterricht erworbenen Kenntnisse direkt am Präparat überprüfen. Mit einem Strohhalm konnten die Schüler*innen außerdem einzelne Lungenlappen bzw. die Lungenflügel vorsichtig aufpusten. So wurde nicht nur der Aufbau sichtbar, sondern auch das Prinzip der Oberflächenvergrößerung anschaulich erfahrbar. Die feinen Verästelungen und die große Oberfläche der Lunge spielen eine entscheidende Rolle beim effizienten Gasaustausch.
Ein besonderes Highlight war die sogenannte Lehrerlunge: Sie bestand vollständig aus Luftröhre und beiden Lungenflügeln und machte den Aufbau des gesamten Atmungsorgans besonders anschaulich.
Natürlich war die Untersuchung einer echten Lunge nicht für alle leicht. Für diejenigen, denen der Anblick oder die Berührung zu unangenehm war, stand deshalb eine alternative Aufgabe zur Verfügung: Beim Modellbau konnten sie den Aufbau und die Funktionsweise der Lunge auf eine andere Weise nachvollziehen.
Am Ende der Stunde waren sich viele einig: Die anfängliche Skepsis hatte sich gelohnt. Durch das eigene Beobachten, Untersuchen und Ausprobieren wurde aus theoretischem Wissen eine ganz konkrete Erfahrung. So konnte die 8.4 auf ihre eigene Weise eine erkenntnisreiche und besondere Biologiestunde erleben.
8.4 mit Frau Meier