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AG Diversity

Wann?

Jeden Tag in der 2. großen Pause in Raum B-209, donnerstags mit Frau Ketterl und Frau Erler.

Wer?

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Warum?

„Voll die Homos!“, „Bist du schwul oder was?“

Diskriminierung in Form von Beleidigung oder Herabwürdigung einer Person aufgrund ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität findet auch in der Schule statt. Diese Form der Diskriminierung verursacht häufig bei den Betroffenen einen erheblichen Leidensdruck. So ist z.B. das Suizidrisiko 4 bis 7 mal höher, wenn Jugendliche schwul, lesbisch, transident oder intersexuell sind. 80 Prozent der LGBTI1-Schüler*innen berichten von negativen Bemerkungen oder Mobbing. Etwa zwei Drittel aller Jugendlichen verschweigen ihre sexuelle Identität aus Angst vor Ausgrenzung bis zum Alter von 18 Jahren.2

Diskriminierung widerspricht nicht nur in rechtlicher Hinsicht dem Gleichheitssatz im ersten Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, dem Artikel 3 des Grundgesetzes3 sowie den Forderungen des Rahmenlehrplans4, ebenso widersprechen diskriminierende Handlungen zutiefst unseren moralischen Prinzipien und Wertvorstellungen.

Mit der Annahme der Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“ reagiert der Berliner Senat auf den Beschluss des Berliner Abgeordnetenhauses vom 02. April 2009 zur Bekämpfung von Homophobie und sexueller Diskriminierung. Auch das Lilienthal-Gymnasium muss diesem Beschluss gerecht werden: Deswegen gibt es jetzt eine Arbeitsgemeinschaft zu Diversity und Kontaktpersonen für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt (Frau Dr. Ketterl und Frau Erler).

Was?

Die Verantwortung für uns als Schulgemeinschaft liegt in der Sichtbarmachung und Anerkennung der Vielfalt von geschlechtlichen Identitäten und sexuellen Orientierungen sowie in der Ablehnung jeder Form von (sexueller) Diskriminierung.

Uns als AG Diversity geht es darum, in Zusammenarbeit mit Eltern und Schüler*innen ein Schulklima der Akzeptanz und Anerkennung, der Achtsamkeit, Offenheit und Toleranz zu schaffen, das das Vorhandensein sexueller und geschlechtlicher Vielfalt auf allen Ebenen widerspiegelt und damit den Respekt vor sexueller Vielfalt weiter voranbringt.

Unsere konkreten Aufgaben sind:

  • Sichtbarkeit von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt innerhalb  und außerhalb des Unterrichts zu schaffen
  • Ansprechpersonen für Fragen zum Thema LGBTI zu sein
  • institutionelle Verankerung von Diversity voranzubringen, z.B. durch die schrittweise Veränderung des Schulleitbildes
  • unsere Themen: Sprache, Geschlechterrollen, vielfältige Lebensweisen, Rassismus
  • Entwicklung und Umsetzung weiterer Maßnahmen zur Gleichstellung und Gleichbehandlung von LGBTI-Personen

1  LGBTI ist die Abkürzung für: Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Intersexual.
2  Vgl. Flyer der Initiative „Ach so ist das!“, abrufbar unter: http://www.achsoistdas.com/fuer-schulen/, s. auch Studienergebnisse der European Agency For Fundamental Rights, 2012: http://fra.europa.eu/en/publication/2013/eu-lgbt-survey-european-union-lesbian-gay-bisexual-and-transgender-survey-results
3  „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ (Art. 3 (3) GG).
4  Berliner Rahmenlehrplan der Jahrgangsstufen 1-10. Teil C sowie Teil B. Im Wortlaut: „Die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, unabhängig von ethnischer und kultureller Herkunft, sozialem und wirtschaftlichem Status, Geschlecht und sexueller Orientierung, Alter und Behinderung sowie Religion und Weltanschauung bildet sowohl die Basis für die Unterrichtspraxis als auch einen zentralen Inhalt im Sinne des inklusiven Lernens.“, S. 34 Deutsch.

Linkliste

Rund um sexuelle und geschlechtliche Vielfalt: Links zum Einsteigen und Fortbilden

  1. Das quere Lexikon – Die Online-Anlaufstelle für Begriffe zur sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt
  2. ab Queer – Aufklärung und Beratung zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt
  3. TransInterQueer e.v. – Verein für trans-, intergeschlechtliche und queer lebende Menschen in Berlin (mit großem Vernetzungsangebot)

"Nicht rassistisch sein" reicht nicht:  Links zum Einsteigen in anti-rassistische Arbeit

  1. Muslimisch und Queer – geht nicht? Geht doch.: Der KARA KAYA TALK
  2. Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland Bund e.V.
    Gemeinnütziger Verein: Interessenvertretung Schwarzer Menschen in Deutschland/ Anti-rassistische Arbeit/ Schaffung von Räumen für Schwarze Kinder und Jugendliche/ Förderung von politischen, Schwarzen Projekten
  3. Each One Teach One (EOTO)
    Community-basiertes Bildungs- und Empowerment-Projekt, das sich für die Interessen Schwarzer, afrikanischer und afrodiasporischer Menschen in Deutschland und Europa einsetzt
  4. TED TALK zum Unterschied zwischen „kein*e Rassist*in sein“ und „anti-rassistisch sein“ (englisch)

Workshop an den Projekttagen 2019

An den Projekttagen im Juni 2019 – dem jährlich stattfindenden ‚LGBT Pride Month‘ – führten Schüler*innen der AG-Diversity einen gut besuchten Workshop rund um das Thema ‚LGBTQI+‘ durch. In ungezwungener Atmosphäre präsentierten Paulina, David und Simon aus dem 10. Jahrgang umfangreiche Informationen, leisteten Aufklärungsarbeit und diskutierten mit so aufgeschlossen wie interessierten Workshop-Teilnehmer*innen der Jahrgangsstufen 8 bis Q2 Fragen zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt.

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Kontaktpersonen für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt

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Frau Erler und Frau Dr. Ketterl sind die Ansprechpersonen für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt am Lilienthal-Gymnasium. Egal, ob es um ...

  • alle Fragen und Anregungen rund um das Thema Diversity
  • die Behandlung des Themas im Unterricht
  • Unterstützung bei Coming Out oder Transition
  • Mobbing aufgrund von Homo- oder Trans*phobie

... geht, sie haben für Schüler*innen, Eltern oder Lehrkräfte ein offenes Ohr – gern auch ganz locker bei einem Kaffee!

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