„Versuche, dein Leben zu machen“ - das waren die letzten Worte, die Margot Friedländers Mutter ihr hinterließ, bevor sich die Mutter gemeinsam mit ihrem Sohn stellte und deportiert wurde. Die 21-jährige Jüdin Margot Friedländer musste sich von diesem Zeitpunkt an in Berlin verstecken. Die Geschichte ihrer Zeit im Untergrund und anschließend im Lager erzählt sie in ihrem Buch „Versuche, dein Leben zu machen“, „die ergreifende Geschichte eines Lebens, das Deutsche zerstört und Deutsche gerettet haben“ (Die Tageszeitung).

Am 12.03.2019 besuchte Frau Friedländer unsere Schule von der fünften bis zur sechsten Stunde. Bei der Veranstaltung las sie verschiedene Ausschnitte aus besagtem Buch vor und beantwortete im Anschluss Fragen zu ihrem Buch und Fragen zur Person und ihrem Leben. Es wurden u.a. Fragen zu ihrem Vater, weiteren Verwandten, ihrem jahrelangen Aufenthalt in den USA nach dem Krieg und ihrer Rückkehr nach Berlin gestellt und beantwortet. Während der Fragerunde konnten die Schülerinnen und Schüler sich in eine Bücher-Bestellliste eintragen, um Frau Friedländers Buch mit individueller Signatur zu erwerben. Die Bücher wurden in der darauffolgenden Woche bei Herrn Wiedemann in der Bibliothek abgeholt. Die Veranstaltung endete mit der Übergabe eines Blumenstraußes durch den Klassensprecher der 10.3, Samuel Seeboth, an Margot Friedländer und starkem Beifall.

Die Veranstaltung bot einen individuellen Einblick in die Lebensgeschichten jüdischer Menschen, die sich in Berlin und anderswo versteckten oder in Lager verschleppt wurden, den man anders nicht erhält.

Emma Fuchs, 10.2

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Fotos: Shanna Koops