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Sicherlich haben sich viele schon einmal gewünscht, sie könnten einen Dichter persönlich fragen, was er sich eigentlich beim Verfassen seines Werkes gedacht hat. Besonders Schüler*innen, die gerade die Aufgabe bekommen haben, ein Gedicht zu interpretieren, dürfte dieser Wunsch bekannt vorkommen.

In den vorherigen Semestern der Oberstufe, in denen es um die vergangene Literaturgeschichte ging, wäre ein solches Erlebnis nicht möglich gewesen; Lyriker wie Goethe und Co. sind schließlich nicht mehr am Leben und können demnach nicht für Fragen zur Verfügung stehen.

In unserem vierten Semester aber betrachten wir Gegenwartslyrik, und passend dazu besuchte uns am 13. März 2019 der Gegenwartslyriker Steffen Popp (geb. 1978) in unserer Schule. Alle Q4-Schüler*innen sowie ihre Deutschlehrer*innen waren dazu in der Aula versammelt.

Steffen Popp präsentierte Gedichte verschiedener Lyriker*innen des 21. Jahrhunderts. Darunter waren auch einige seiner eigenen Werke. Alle Texte analysierten wir gemeinsam. Steffen Popp war dabei offen für jede Wortmeldung und beantwortete gerne Fragen. Es war toll zu sehen, dass auch unsere Interpretation der Werke, die wir kurz vorher in unseren Kursen erarbeitet hatten, ziemlich mit seiner eigenen Interpretation übereinstimmte.

Leider kam die Beantwortung der Fragen, die wir uns vorab überlegt hatten, etwas zu kurz, da die Zeit nicht mehr ganz reichte. Dies war zwar schade, aber dennoch war Steffen Popps Besuch sehr interessant und ein guter Erfolg.

Marika Krebs und Lena Ruffert, 4. Semester