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Ein bisschen die Stühle zurechtrücken, ein kurzes Sortieren von Notizen und schon war die Runde soweit. Am 23.01.2020 hatten wir, die Redaktion der Schüler*innenzeitung „FlugBlatt“, das Glück, an einem Workshop der Mobilen Medienakademie der Jugendpresse Deutschland teilzunehmen. Das Thema lautete „Medien machen“ und die Veranstaltung gab es  kostenlos bei uns am Lilienthal-Gymnasium, für alle Redaktionsmitglieder, die von der dritten bis zur siebten Stunde vom Unterricht entbehrt werden konnten.

Schon bei der Vorstellungsrunde zeigte sich das motivierende und lockere Auftreten der Workshop-Leiter*innen, Sophia und Jonas, die mit einer ungewöhnlichen Vorstellung starteten: dem Vorstellen der eigenen Persönlichkeit allein mit Hilfe des Schlüsselbundes jedes Einzelnen, was erstaunlich schnell und gut funktionierte.

Ebenso vielfältig wie die Schlüssel waren auch die Erwartungen an den Workshop, die wir einbringen und so den Leiter*innen übermitteln konnten, beispielsweise die Verbesserung des Schreibstils bis hin zu schreibfernen Themen, wie Anzeigen in Schüler*innenzeitungen.

In der Besprechung der bisherigen redaktionellen Arbeit brachten uns Sophia und Jonas verschiedene Methoden näher, die Redaktion zu organisieren. So befürworteten sie beispielsweise Mind-Maps und deren Nutzen, anstelle von ewig langen und unbeliebten Protokollen. So erfuhren wir also, wie wir die bekannte Stille nach der Frage, wer denn ein Redaktionstreffen schriftlich dokumentiere, eventuell etwas auflockern könnten.

Mit vielfältigen Arbeitsweisen wurden wir von Sophia und Jonas motiviert. Das Finden von Recherchemöglichkeiten führte sogar zu einem kleinen Wettbewerb zwischen den Redaktionsmitgliedern und wir beobachteten, wie unterschiedlich Herangehensweisen an ein und dasselbe Thema sein können – sogar bei einer Schüler*innengruppe von einer Größe, die in den kleinen Raum in der Villa unserer Schule passt.

Verschiedene Textarten – zum Beispiel Essays, Reportagen und Interviews – können eher der objektiven oder eher der  subjektiven Darstellungsweise zugeordnet werden. Indem wir uns über die verschiedenen Eigenschaften und Ziele der Textarten Gedanken machten, überlegten wir auch, welche Art von Beiträgen unser „FlugBlatt“ am Ende bereichern und in ihrer Vielfalt zum „Finden der eigenen Stimme“ führen.

Nach der Mittagspause ging es dann mit der Praxis weiter. In Zweier- beziehungsweise Dreierteams zogen wir jeweils eine Postkarte und durften diese als Inspiration nutzen, um aus den davor erarbeiteten Taktiken einen sogenannten „Themenpitch“ zu erstellen. Er beinhaltet die Grundidee eines Artikels, die Vorgehensweise bei der Recherche und die textliche Darstellungsform. Nach ungefähr zwanzig Minuten Überlegung, dem Abwägen von „relevant“ und „nicht relevant“ und der Titelsuche präsentierten die Gruppen ihre Ergebnisse der Jury – bestehend aus Jonas und Sophia –, als würden sie ihnen die Idee verkaufen wollen. So würde es auch bei einer großen Zeitung laufen. Von den „Dramaqueens des 21. Jahrhunderts“ bis hin zu Umfragen zum Thema Schuhe waren ganz unterschiedliche Ideen vertreten. Vielleicht könnt ihr ja schon im Sommer eine oder mehrere dieser Ideen umgesetzt in der 18. Ausgabe des „FlugBlattes“ finden?

Ein kurzes Feedback, und schon war der Workshop wieder vorbei. Jonas sammelte noch ein paar kurze Statements, die für einen Imagefilm der Mobilen Medienakademie auch gefilmt wurden, und es folgte von Seiten der Medienakademie ein Dank für den schönen Workshop, den wir als Redaktion nur erwidern konnten und den wir auch an dieser Stelle nochmal gerne erwähnen: Wir bedanken uns ganz herzlich für den Workshop und die tollen Erfahrungen und Tipps, die wir in künftige Redaktionssitzungen einbringen können. Danke auch für die Organisation des Workshops an Herrn Urschel-Sochaczewski und für die bereitwillige Zustimmung der Schulleitung, ohne die der Kurs nicht möglich gewesen wäre. Wir hoffen, dass es auch in Zukunft ähnliche Workshops geben kann.

Emilia Friedrich (9.3, Chefredakteurin „FlugBlatt“)

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