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Wie sah das Leben jüdischer Menschen unter der nationalsozialistischen Diktatur aus? Die Akademie des Jüdischen Museums in Berlin sammelt in ihrem Archiv originale Dokumente jüdischen Lebens (nicht nur aus der Zeit des Nationalsozialismus) und bietet Schülern im Rahmen eines Workshops an, in eine konkrete Biographie einzutauchen.

Wir waren einen ganzen Tag in der Akademie zu Besuch und arbeiteten in kleinen Gruppen zu je einem Thema: Zwangsarbeit, (jüdische) Schule im Nationalsozialismus sowie Emigration nach Shanghai. Anhand von Briefen, Telegrammen, Zeugnissen, Reisepässen und anderen persönlichen Dokumenten rekonstruierten wir mit Hilfe der Mitarbeiter je eine Biographie und vertieften uns in das Schicksal desjenigen, aus dessen Leben die Dokumente erzählten.

Im Anschluss wählte jede Gruppe ein Schriftstück aus, das sie in einer Vitrine ausstellte und über dessen Hintergründe sie in einer Präsentation berichtete. So konnten auch die anderen Gruppen etwas über das Schicksal des Stifters erfahren und Fragen zur Biographie an die Expertengruppe stellen.

Insgesamt ein rundum gelungener Workshop, der uns neue Einsichten ermöglicht hat und „Geschichte zum Anfassen“ lieferte. Hier einige Eindrücke: „Die Arbeit mit Originaldokumenten war wirklich etwas Besonderes und sticht eindeutig aus der üblichen Quellenarbeit im Unterricht heraus!“ — „Die Originaldokumente der Betroffenen haben mich beeindruckt … man konnte ‚mitfühlen‘“. — „Die Workshopleiter kannten sich sehr gut aus und es entstand eine lockere Atmosphäre.“ — „Das Beste war die Arbeit mit den Originaldokumenten, da man sich dadurch wie ein ‚echter‘ Historiker fühlte.“ — „Beeindruckend war auch der moderne Bau der Akademie.“

Christian Schulze

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