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... die letzte Schulfahrt an unserer Schule im Schuljahr 2019/2020

Vom 09.03. bis zum 15.03.2020 (ursprünglich geplant bis zum 16.03.) nahmen elf Schüler*innen des 11. Jahrgangs des Lilienthal-Gymnasiums und des Goethe-Gymnasiums aus dem gemeinsamen Französisch-LK und den Grundkursen am jährlichen Austausch in Paris teil, darunter auch ich. Frau Beier-Werwatz und Frau Munaf vom Goethe-Gymnasium begleiteten uns dabei.

Durch die aktuelle Coronaverordnung in Deutschland war das die letzte Schulfahrt des Lilienthal-Gymnasiums im Schuljahr 2019/2020. Auf ein paar der ursprünglich geplanten Aktivitäten mussten wir leider verzichten, wie z.B. ein Freiluft-Escaperoomspiel mit allen Teilnehmer*innen des Austauschs und einen ganzen Tag in Paris, ansonsten hätten wir es nicht mehr so schnell und gesund zurück nach Berlin geschafft.

Am Tag unserer Ankunft begrüßten uns unsere Austauschschüler*innen äußerst freundlich am Bahnhof. Schon beim ersten Abendessen mit unseren Gastfamilien gewannen wir unerwartete Einblicke in andere Kulturen. So hat es mich zum Beispiel überrascht, wie schnell meine kleinen Gastgeschwister dampfend heiße Speisen zu sich nehmen konnten ohne ins Schwitzen zu geraten.

Unsere Austauschschule in Paris ist das Lycée Général Fénelon, es befindet sich im Zentrum und wird von Schüler*innen aus den südlichen arrondisements besucht. Es diente uns auch als ständiger Treffpunkt unserer Reisegruppe, da fast alles von dort aus zu Fuß zu erreichen war. Meine Gastfamilie lebt im Norden von Paris, sodass meine Austauschschülerin und ich täglich mit drei verschiedenen Métros zum Lycée fahren mussten. Die meisten anderen Austauschfamilien leben entweder sehr nah am Zentrum oder im Süden von Paris und mussten nur einen kurzen Fußweg antreten oder ein paar Stationen mit dem Bus fahren.

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Couronnes (Métrostation meiner Austauschfamilie)

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Lycée Général Fénelon

Täglich haben wir ein volles touristisches Programm gehabt, bei dem unsere  LK-Schüler*innen Audioguides zu bestimmten Orten auf Französisch vorbereitet haben und diese hörten wir uns vor Ort an. Während unseres Aufenthaltes haben wir nur höchstens fünf Schulstunden des Unterrichts der Franzosen/Französinnen besucht. Dabei machten sich die kulturellen Unterschiede stark bemerkbar: Es gab außer im Sportunterricht nur Frontalunterricht und wir Austauschschüler*innen wurden selten miteinbezogen. Am Lycée Général Fénelon hat man auch am Samstagvormittag Unterricht und unter der Woche sehr lange – teilweise bis 18 Uhr, weswegen oft kaum Zeit für andere Freizeitaktivitäten bleibt.

Wir hatten insgesamt ein sehr vielfältiges und schönes Programm und häufig Freizeit, in der wir uns in kleinen Gruppen frei durch die Stadt bewegen durften. Wir haben das Musée Rodin, den Arc de Triomphe, die Place de la Concorde, den Palais de l'Elysée, die Avenue des Champs-Élysées, die Sainte-Chapelle, das Viertel Montmartre und Sacré-Cœur, Versailles, den Louvre, das Musée 59, Rivoli und vieles mehr besucht.

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Arc de Triomphe

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Notre-Dame

Die Abende und das (halbe) Wochenende waren reserviert für Unternehmungen mit unseren Gastfamilien.

Am Samstag stand jedoch endgültig fest, dass wir schon am Sonntag zurück nach Berlin fahren mussten. So genossen wir noch alle den letzten Tag in Paris individuell. Meine Austauschschülerin und ich haben uns in der Innenstadt getroffen, nachdem ihr Unterricht fertig war und wir sind durch die Stadt geschlendert, haben vegane Milchshakes getrunken und die zertifiziert "beste Pizza von ganz Paris 2019" in einem hübschem Park bei trübem Wetter gegessen.

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Typische Innenstadthäuserfront

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Wolkenschauspiel über dem Seineufer

Des Weiteren hatten wir sehr viel Glück während des Austauschs in Bezug auf das Coronavirus – sowohl der Louvre als auch das Schloss Versailles wurden nur wenige Stunden nach unserem Aufenthalt wegen der Coronaverordnung geschlossen, und wir hatten noch die Möglichkeit diese davor zu besuchen.

Insgesamt war der Austausch sehr gelungen, es gab kaum Komplikationen zwischen den Teilnehmer*innen und ich freue mich sehr auf den Herbst, wenn uns die Franzosen/Französinnen besuchen werden. Ich empfehle allen, wenn sich die Möglichkeit anbietet, an einem Austausch teilzunehmen, diese zu nutzen! Auch wenn ich nicht fließend Französisch sprechen konnte – und immer noch nicht kann ;) –, habe ich mich gut verständigen können, viele wunderschöne neue Eindrücke gesammelt und spannende Erfahrungen gemacht und sehr herzliche Menschen kennengelernt.

Helene Lindemann, Q2