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Unser Biologie Leistungskurs der Stufe Q1, unter der Leitung von Frau Müller, hatte die Möglichkeit, am 06.11.2018 die Abteilung für Pathologie der Charité Mitte zu besuchen. In dem 1,5 Stunden langen Workshop drehte sich alles rund um die Pathologie, welche sich nicht, wie viele denken mit der Aufklärung von Mordfällen beschäftigt. Pathologie ist weit mehr als das: In dem eindrucksvollen Workshop wurde deutlich, dass es sich hier um die Lehre von Krankheiten, ihren Ursachen und organisch-anatomischen Folgen handelt und sie einen der wesentlichen Grundpfeiler der Medizin darstellt.

Um nun den Beruf des Pathologen besser kennenzulernen, begaben wir uns zunächst auf Ebene 5, der Abteilung für Mikropathologie. Dort bekamen wir über die Arbeit mit dem Mikroskop, einen Einblick in die Identifikation von Krankheiten und Tumoren. Von Gehirntumoren bis Lungenpilz kann vieles über Gewebeproben unter dem Mikroskop erkannt werden, eine der wesentlichen Aufgaben eines Mikropathologen.

Daraufhin ging es weiter zur „normalen“ Pathologie oder auch Makropathologie, wo wohl die bleibendsten Eindrücke bei uns entstanden sind. In drei Metallschalen wurden alle Organe aus dem Bauchraum aufbewahrt (Brustkorb, unterer Bauchraum, Rücken). Ein Pathologe zeigte uns die verschiedenen Organe und erklärte uns, was bei der Obduktion damit passiert. Dabei nahm er die Organe aus den Metallschalen und zeigte uns genau, ob sie geschädigt waren. Die Lunge des 60-jährigen Mannes war beispielsweise zum Teil schwarz und wies Bläschen auf, wodurch man eine Raucherlunge identifizieren konnte. Außerdem war die Hauptschlagader mit einem Stent, einer Röhre aus Plastik und Metall, gestützt, da der Mann ein Aneurysma hatte. Der Stent verhindert ein Platzen der Aorta.

Am wahrscheinlich eindrucksvollsten war die Speiseröhre, an der noch die Zunge hing. Durch diesen Anblick erschienen die Organe auf einmal viel realer.

Zum Schluss wurde noch kurz das Gehirn einer ebenfalls 60-jährigen Frau gezeigt. Am Ende des Workshops hatte man dann nochmal die Möglichkeit mit den Pathologen zu sprechen und Fragen zu den Organen oder dem Beruf an sich zu stellen.

Uns allen hat der Workshop sehr viel Spaß gemacht und wir haben viele interessante Einblicke in den Beruf des Pathologen erhalten. Für alle, die sich vorstellen können später in einem medizinischen Beruf zu arbeiten, ist dieser Workshop sehr empfehlenswert.

Anastasia Pastushenko, Lola Verheyden, Yasmina Wacker

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