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„Jesus in Brandenburg“

„Jesus in Brandenburg“ - so der Titel, unter dem das neuste Filmprojekt von Dietrich Brüggemann gedreht wurde. Der eigentliche Titel „Heil“, so vermutete der Regisseur, hätte leicht eine provozierende Wirkung auf Neonazis in der Nähe des Drehorts haben können, da er mit diesen auf  satirische Weise abrechnet. Inzwischen wurde „Heil“ zwar Film des Monats auf kinofenster.de, ist aber bei der Kritik durchaus umstritten.

Die Klasse 10.3 besuchte im Rahmen der SchulKinoWochen Berlin am 22.11.2015 eine Aufführung im Cinemaxx und war zunächst verwirrt und sprachlos, auf jeden Fall geteilter Meinung über den Film. Während ein Teil der Klasse den Film „ganz witzig“ fand, äußerte sich der andere eher ablehnend. Der Film sei chaotisch und besonders am Schluss nicht überzeugend, „ein übertriebenes Satirespektakel“. Wenige Tage später hatte die Klasse Gelegenheit, mit einem Insider über den Film zu sprechen.

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Richard Kropf, der vor 17 Jahren am Lilienthal-Gymnasium sein Abitur machte, war zu Besuch an seiner alten Schule. Er ist inzwischen Schauspieler und Drehbuchautor und spielte im Film „Heil“ den Reporter Florian Meier. Moderiert wurde das Gespräch von  den Schülern Yara Döllmann und Sebastian Kasch.

In der Diskussion überraschte Richard Kropf durch seine Offenheit. Er teilte manche kritischen Einwände der Schülerinnen und Schüler, brachte ihnen aber auch die  Perspektive eines Schauspielers als Teil einer größeren Produktionsmaschinerie nahe. Das Gespräch im Deutschunterricht hat aufgrund der vielen Hintergrundinformationen und der authentischen Einblicke in den Berufsalltag im Zusammenhang mit Filmproduktionen die Gesamteinschätzung des Films verändert und manchen verwirrenden Ersteindruck geklärt.

(zusammengestellt aus verschiedenen Schülerkommentaren aus der Klasse 10.3)