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Besuch von Andrea Huber im Lilienthal-Gymnasium

Wie Journalisten arbeiten                                                  

Aufgeregtes Tuscheln und das Knistern von Zeitungspapier sind in dem Klassenraum der 8.3 zu hören. In wenigen Minuten haben die Schüler die Möglichkeit, Andrea Huber, einer Projektredakteurin der Berliner Morgenpost, Fragen zum Beruf des Journalisten sowie zum Verfassen von eigenen Artikeln zu stellen. Das Treffen am 3.12.2015 findet in Verbindung mit dem Zeitungsprojekt Morgenpost@Schule statt. Das ist ein tolles Angebot für Schüler, da sie jeden Tag über einen bestimmten Zeitraum ein kostenloses Exemplar der Berliner Morgenpost erhalten, lernen, wie man zu einem bestimmtem Thema recherchiert, eine Projektmappe führt und sogar seinen eigenen Artikel schreibt. Dieser Artikel hat die Chance, auf der Schülerseite der Berliner Morgenpost veröffentlich zu werden.

Jetzt ist es soweit: Die Tür wird geöffnet, und Andrea  Huber betritt den Klassenraum. Nach einer herzlichen Begrüßung fangen die Schüler an, Fragen zu stellen. Wir erfahren, dass die Berliner Morgenpost pro Tag rund 111.000 Zeitungen verkauft: Jedes Exemplar wird im Durchschnitt von 2,5 Lesern gelesen. Dazu kommen noch die Leser, die den Online-Auftritt nutzen – deren Zahl wächst. Die Morgenpost gehört zur Funke Mediengruppe, die mit rund 700 Titeln das drittgrößte Verlagshaus in Deutschland ist. Allein bei der Berliner Morgenpost arbeiten rund 100 Redakteure.

 

Gibt es viel Stress bei den Journalisten? Schließlich haben sie nur begrenzt Zeit, denn die Artikel müssen spätestens um 24 Uhr fertig sein, damit sie in der nächsten Ausgabe erscheinen können. „Klar gibt es manchmal Stress in der Redaktion. Aber in solchen Situationen ist es wichtig, dass wir als Team zusammenarbeiten und uns gegenseitig unterstützen. Das klappt sehr gut.“ Es gebe einen Konkurrenzkampf zwischen den verschiedenen Tageszeitungen in Berlin, da jede Zeitung am aktuellsten und bei den Lesern am beliebtesten sein möchte. Es gebe rund zehn Tageszeitungen in Berlin – so viel wie in keiner anderen deutschen Stadt. Diese Zeitungen unterscheiden sich laut Huber zum Teil stark, weil sie zu verschiedenen Zeitungstypen gehören. Tagesspiegel, Berliner Zeitung und Berliner Morgenpost etwa gehören zur Kategorie der regionalen Abonnementszeitungen.

Andrea Huber meint, dass sie alle Darstellungsformen für Artikel  gerne verwendet – für welche sie sich entscheidet, hängt dann jeweils vom Thema ab.  Auf die Frage, ob viele Artikel, die sie schreibe, abgedruckt würden, sagt sie: „Da ich meine Themen vorher mit den Kollegen abstimme, erscheinen die Texte, die ich schreibe, in aller Regel auch.“ Für die Verbesserung unserer Artikel hat sie auch gute Tipps parat: Man solle so lebendig wie möglich schreiben und mit einem guten Zitat wirke jeder Artikel ansprechender. Nicht nur durch die Überschrift, sondern auch durch ein selbst fotografiertes Bild, am besten mit Menschen darauf, würden die Leser auf Artikel aufmerksam. Nach dem Besuch von Frau Huber war die Klasse 8.3 zufrieden und dankbar, dass sie sich die Zeit für die Fragen der Klasse genommen hatte. Die Klasse ist nun noch motivierter, an der Gestaltung ihrer Artikel zu feilen.

Dijana und Fiona aus der Klasse 8.3

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