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Liebeszauber, beispielsweise in Form eines Liebestranks, regen die Phantasien und Wünsche des Menschen seit Urzeiten an und gaben Inspiration zu vielen schönen, mitunter tragischen und auch lustigen Geschichten (Herakles und Deianeira, Shakespeares Sommernachtstraum, „Amortentia“ in Harry Potter und der Halbblutprinz, uvm.).

Auf der Mission zur chemischen Herstellung eines solchen Liebestranks (oder Liebespulvers) ging der Leistungskurs Chemie Q4 am 25.01.2018 auf Exkursion zum Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) nach Berlin-Buch. Unter der kompetenten und freundlichen Anleitung der Doktorand_Innen Sergej Schwagerus, Anett Hauser und Alice Baumann synthetisierte der LK Q4 das Hormon Oxytocin durch Kopplung von Aminosäuren mit der SPPS-Methode (Solid Phase Peptide Synthesis). Oxytocin ist das Hormon, das bezüglich des komplexen Gefühls der Liebe im Gehirn für emotionale Nähe und soziale Bindung verantwortlich ist.

Eine Teilgruppe mit dem fertigen Produkt – 0,019 g Oxytocin:

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Analyse des fertigen Produkts mit einer Ultra Performance Liquid Chromatograph kombiniert mit einem Massenspektrometer: 

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Bei der Synthese gewannen die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die naturwissenschaftliche Forschungspraxis, die Arbeitsumgebung an einem Forschungsinstitut und den Umgang mit Hightech-Geräten, die mehrere Millionen Euro wert sind. Auch wenn die theoretischen Aspekte der Oxytocin-Synthese die gesamte Bandbreite der Leistungskursthemen vom ersten bis zum vierten Semester erforderten, zeigte sich der LK Q4 der Herausforderung intellektuell gewachsen und wurde mit Goody Bags des FMPs belohnt. 0,019 Gramm des hochreinen, pulverartigen, farblosen „Liebeshormons“ konnten den Schülerinnen und Schülern am Ende präsentiert werden.

 Schülerinnen mit Goody Bags des FMP:

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Wir danken dem FMP für den schönen und erkenntnisreichen Tag sowie für die herzliche Betreuung.

LK Chemie Q4 und Herr Dreger