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Das Thema Digitalisierung ist gerade sehr aktuell. Jugendliche sind von den Internetangeboten fasziniert und nutzen sie ganz selbstverständlich. Die Internetangebote sind vielfältig, die Nutzungsmuster komplex. Die neuen Kommunikationswege sind den Erwachsenen oft fremd, genauso wie die komplexen Spielwelten und die Verknüpfung von Realität und Virtualität. Exzessive Mediennutzung, Cybermobbing und gewaltbeinhaltende Videos oder Computerspiele stellen nicht nur für Lehrerinnen und Lehrer, sondern insbesondere auch für Eltern eine neue Herausforderung dar. Für uns als Schule bedeutet dies, das Thema Medienkompetenz mit in den Unterricht einzubeziehen - für Eltern besteht die Herausforderung, sich mit dem Thema Medienerziehung auseinanderzusetzen.

Gerne haben wir deshalb das Angebot der „Kulturschule Leipzig“ angenommen, am Abend vor der Theateraufführung für die 7. Klassen einen Informationsabend für die Eltern der Zuschauer zu veranstalten.

Ziel dieses Abends war es, die Eltern aktiv an der Medienkompetenzentwicklung Ihrer Kinder teilnehmen zu lassen und eine enge Vernetzung mit der Schule im Bereich der Medienerziehung anzuregen. Frau Frese von der Kulturschule sprach vor ca. 30 Eltern ausführlich über die Themen Mobbing, Cybermobbing und Sicherheit im Netz. Auch die Faszination der Onlinespiele erklärte sie den Anwesenden. Dabei riet sie von einem gänzlichen Handy- und Computerverbot sowie einer strikt negativen Haltung zu den neuen Medien ab. Stattdessen ermunterte sie die Eltern zum Dialog mit ihren Kindern. Die Eltern sollten laut Frese mit ihren Kindern Regeln für einen vernünftigen Mediengebrauch vereinbaren und sich zugleich interessiert am digitalen Leben ihrer Kinder zeigen. „Was findest du an Instagram so interessant? Welchen Youtubern folgst du?“ und andere Fragen zeigen nicht nur Interesse, sondern helfen den Kindern auch bei der kritischen Reflektion ihrer Nutzungsgewohnheiten. Im Rahmen der Diskussion erläuterte Frau Trauboth, die Kontaktlehrerin für Gewalt- und Suchtprävention, die Haltung der Schule zum Mediengebrauch. Auch ermunterte sie die Eltern dazu, eine handyfreie Zeit zu Hausaufgaben- und Schlafenszeiten zu vereinbaren und sich über die Interessen und das Verhalten ihrer Kinder im Netz zu informieren. Auch über die Instagram-Gruppe „Lilienthal Starter Pack“ und die sich daraus ergebenden Risiken wurde an diesem Abend informiert und diskutiert.