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Einmal raus aus der Schule, um ohne die Begleitung eines Lehrers oder einer Lehrerin die Arbeitswelt außerhalb der Schule kennenzulernen, ist wichtig und macht vor allem auch viel Spaß. Dabei sollen sich die Schülerinnen und Schüler am bundesweit durchgeführten Girls‘&Boys‘ Day möglichst an Berufsfelder heranwagen, die nicht frauen- oder männertypisch sind, um das Spektrum ihrer Kenntnisse und damit ihrer Auswahlmöglichkeiten zu erweitern.

Entsprechend haben wir uns sehr gefreut, dass auch in diesem Jahr alle Schülerinnen und Schüler unserer 7. und 8. Klassen die Chance ergriffen und sich für den Girls‘&Boys‘ Day am 28.4.2016 einen Platz suchten. Selbst wenn daraus die Erkenntnis folgte: „Nein, das ist wirklich nichts für mich“, so war es eine Erfahrungsbereicherung und eben: Lernen außerhalb von Schule.

Wie variantenreich die Plätze, die sich die Schülerinnen und Schüler suchten, waren, welche Erfahrungen sie dabei machten und wie sie den jeweiligen Platz bewerten, belegt folgende willkürliche Auswahl an Auszügen aus den von allen ausgefüllten Beschreibungs- und Bewertungsbögen, die in der Schule aushängt werden.

Edda Königstein

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Auszüge aus den Beschreibungen und Bewertungen der Schülerinnen und Schüler:

Im Naturkundemuseum: Wir sind durch viele Räume mit Skeletten und Tieren gelaufen, dabei wurden uns über die Tiere sehr interessante Dinge erzählt ….Ich fand es sehr schön, ich habe etwas gelernt und hatte Spaß.

Im Paulus – Kindergarten: … Es macht Spaß. Man muss nicht zu viel machen und kann zwischendurch auch mit den Kindern spielen.

In der School for Games: …man konnte (…), was ich am coolsten fand, die 3D Oculus Rift Brille ausprobieren. Ich würde die S4G vor allem denjenigen empfehlen, die gerne malen oder Computer spielen.

In der School for Games: Zuerst wurde uns eine Präsentation vorgestellt über die 3 Gebiete, die es gibt, wenn man etwas in Richtung Computerspielentwickler machen will. … Ich fand es total gut, da nicht mal der Vortrag langweilig war.

Bei der BSR: Ich habe ein eigenes Wiki erstellt, mir einen imaginären Menschen gemacht und verschiedene BSR Spiele gespielt… Mein Girls‘ Day war der beste, den man sich vorstellen kann…

Bei einer PR Agentur: …am Computer Fotodokumente sortiert…typische Tätigkeiten der Pressearbeit…

Bei Bausch und Lomb: ...die Firma und das Thema Augenheilkunde wurden vorgestellt…Produktion und „Schachtelverpackung“… hauptsächlich von Robotern durchgeführt…Im Chemielabor machten wir Versuche und stellten echtes Silber her.

In der Arztpraxis: Mir wurde gezeigt, wie man den Blutdruck richtig misst, …wie man Termine verteilt,…wie man Patienten richtig annimmt…

Bei der BSR in der IT-Abteilung: ….Es war sehr cool, lustig und soooo gut gestaltet. Wir haben viel praktisch gemacht…, zwischendurch ein paar Vorträge und Quiz-Spiele.

Am Amtsgericht Mitte: …rumgeführt, …auch eine Verhandlung gesehen… Die Gerichtsverhandlung war cool, aber das viele Rumlaufen war halt langweilig.

Im Kindergarten Augustastrolche: Ich habe Kinder beaufsichtigt. …schwierig und kostet sehr viele Nerven…

Bei der Ergotherapie im Seniorenzentrum: Mir wurde gezeigt, wie der Alltag bei denen so läuft…Der Boys‘ Tag ist empfehlenswert, doch dieser Beruf ist nichts für mich …

FU Berlin: …mit der Frauenbeauftragten über verschiedene Chemikerinnen geredet, …, uns wurden die Frauenrechte vorgestellt, … nicht so gut gefallen, da wir hauptsächlich nur zuhören mussten und nichts selber machen konnten.

In einer Kita: … Kindern und Erziehern beim Alltag in der Kita geholfen. …ganz interessant, aber nicht so meine Welt.

Beim Tierfotografen: …fotografiert mit einer professionellen Kamera, …was man beim Bearbeiten beachten muss und wie es funktioniert. …sehr interessant und lehrreich.

In der Apotheke: … Medikamente eingeräumt, … Werbehefte sortiert und gestempelt, …eigentlich alles vorgestellt…Ich fand den Boys‘ Day sehr gut…

In einem Synchron-/Tonstudio: … Ich habe den Synchronsprecher von Johnny Depp gesehen aus „Fluch der Karibik“ … Es war ein super Boys‘ Day Praktikum …

Beim Hausmeister im Lilienthal-Gymnasium: … Blätter aufgesammelt, Schulhof gereinigt, Abflussrohr repariert, …

An der Fachhochschule Potsdam: ..über Workshops gesprochen…langweilig

Bei Hörgeräteakustik: …gelernt, wie ein Hörtest funktioniert, Anfertigung eines Innenohrabdrucks

Beim Bezirksbürgermeister von Reinickendorf: … den Bürgermeister begleitet, als er 3 Frauen befördert hat und als er in den Borsigwerken mit Betreuern aus Kindergärten über deren Probleme mit Kitaplätzen gesprochen hat und was die Elternvertreter und der Senat erreichen wollen und wie sie sich über die Lösung der Probleme streiten. … sehr interessant

In der Kita: Ich war Erzieher und habe die Kinder einer Gruppe von 9-15 Uhr betreut und mit ihnen gespielt. …der Job ist nichts für schwache Nerven. Die Kinder hängen die ganze Zeit an einem dran.

Bei Microsoft: Uns wurde gezeigt, wie man mit verschiedenen Befehlen am Computer eine Schildkröte zum Laufen bringt, Bälle zum Rollen bringt, … eine Twitter-Wall erstellt und …Musik …zusammenstellt. … interessant, in Berufe reinzugucken, welche nicht allzu frauentypisch sind.

Bei der Wilhelm Reuss GmbH (Süßwarenindustrie): … Es fand auch eine „Blind-Verkostung“ statt … Ausbildungsberufe vorgestellt, besonders die Fachkraft für Lebensmitteltechnologie… Es war sehr interessant …

Im Tiermedizinzentrum Berlin: Wir konnten bei den Untersuchungen zugucken und mithelfen. … An sich war es gut, aber man kann sich den Beruf nicht vorstellen.

Bei Saturn Europa Center: … verschiedene Kaufprozesse erlernt, … viel über Kundenumgang gelernt …, interessant, aber hat sich ein wenig in die Länge gezogen.

Bei der Bundespolizei Ostbahnhof: Führung durch die Wache, Vorstellen des Berufs eines Hundeführers bei der Polizei, … gezeigt, wie Fingerabdrücke genommen werden, …, Schießen mit einer nicht geladenen Pistole, Übungen mit dem Pfefferspray…

Bei einem Gärtner: … ein sehr anstrengender Beruf …

Bei der meta productions GmbH: …gezeigt, wie ein Film geschnitten wird, anschließend selber einen Film geschnitten, … Stichpunkte für eine Inhaltsangabe von der Sendung Stern TV geschrieben,es wurden Studios und Sprecherkabinen vorgestellt. Mir hat der Boys‘ Day sehr gut gefallen und ich würde die Stelle weiterempfehlen.